Das Objektiv Zeiss Milvus im Büro von MM

Zeiss Milvus | Test

Wir testeten das Zeiss Milvus 85mm F1.4 bei uns im Office. Was wir wissen wollten, ist wie sich diese Optik schlägt.

 

Wir haben diesen Test nicht technisch ausgelegt, haben keine Charts gefilmt und keine sauberen Schärfetests gemacht. Was uns interessierte, ist was diese Optik für Bildcharakteren hat, wie sie sich anfühlt und wie sie sich in "real live" schlägt.

First of all, vielen Dank an Wuffli Foto & Multimedia, dass wir dieses Zeiss Milvus 85mm für den Test verwenden durften. Wir haben uns für diese Brennweite entschieden, weil wir uns für eine Optik interessierten, welche gut für Portrait Shots geeignet ist. Normalerweise verwenden wir oft ein 50mm Objektiv, wir wollten jedoch mal was neues ausprobieren und liessen uns vom 85mm inspirieren.

 

Zum Setup für den Zeiss Milvus Test

Wir filmten mit unserer hauseigenen Red Epic-W „Elfie“ in voller Auflösung, und zwar 8K. Das Field of View ist bei diesem Sensor etwas grösser als APS-C (Diag. 33.8 mm) und hat eine Auflösung von 35,4 Mega Pixel (8192 × 4320). Wie man sieht haben wir mit einer sehr hohen Auflösung, vor allem für Film, zu kämpfen. Um dem entgegen zu wirken verwenden wir oft Softfilter oder verwenden das Objektiv wide open, also komplett offenblendig. Wir filmen oft zwischen einer Blendenöffnung von T1.5 – T2.8, da sind die Objektive meistens sehr gut für Film geeignet, da sie ein gutes Mass zwischen Schärfe, out of Focus Area, und Softness im Skin bieten. Mit diversen Filter kann man speziefisch auf die Softness bzw. Schärfe im Skin eingehen, dies haben wir für diesen Test jedoch weg gelassen.

 

Red Epic "Elfie" für den Test mit dem Zeiss MilvusJeremy auf dem Screen der Red gefilmt durch das Zeiss MilvusDas Objektiv Zeiss Milvus im Büro von MM

 

Technische Infos zum Test mit Zeiss Milvus:

Wie bereits erwähnt filmten wir das Ganze in 8K Auflösung. Um den Test jedoch realitätsnäher zu gestalten, verarbeiteten wir die Aufnahmen, wie wir es bei einem Projekt auch machen würden. In den meisten Fällen wird die 8K Footage auf entweder 4K oder 2K downgesampelt. In diesem Fall haben wir alles auf 2K runtergerechnet und fahren in der Post Production mit einer Endauflösung von 2048 x 858 Pixel fort.

 

Weitere technische Infos: 8K FF, ISO 500, F1.4, ND 0.6, IPP2 (medium contrast / roloff soft) mit PHFX crane LUT. Ansonsten wurde kein Color Grading durchgeführt.

Für einige Aufnahmen verwendeten wir ein prisma-ähnliches Glas vor der Optik (linke seite) um das Licht zu brechen und einen speziellen Effekt zu erzielen. Dies ist eher unüblich für einen Linsentest. Wir integrierten dies jedoch bei einigen Aufnahmen, weil wir oft mit diesem Tool abreiten und sehen wollten, wie sich das auf dieser Optik verhält.

 

 

Das Flare und Ghost verhalten haben wir ebenfalls getestet. Dafür haben wir einfach eine normale Taschenlampe verwendet, und mit dieser ins Objektiv geblendet. Was wir sehen wollten ist, wie sich die Optik verhält, wenn die Lichtquelle direkt im Bild ist und wie das Ghostingverhalten ist wenn sich die Lichtquelle leicht ausserhalb des Bildausschnittes befindet. Let’s have a look!